Von Bangkog mit Zug und Fähre nach Koh Tao
Nach intensivem Sightseeing in China, Hong Kong, Macau und Bangkok freute ich mich auf Ferien. Nun ja, nicht dass ich bisher keine gehabt hätte, aber irgendwie war das Stadtleben schon fast Stress – man will ja alles Wichtige gesehen haben.Mehrere Taxis wollten mich nicht vom Hostel zum Bahnhof fahren (oder mind. nicht mit dem Taxameter), ein Tuk Tuk war dann aber zu einem vernünftigen Preis zur Stelle und ich war nach einem Viertel der veranschlagten Zeit schon am Ziel.
Am Bahnhof waren die Anzeigetafeln für die Zugsabfahrten defekt, was mich erst mal etwas orientierungslos machte. Da ich sowieso viel zu früh dort war, habe ich einfach mal abgewartet. Nach dem obligaten Aufstehen für die Nationalhymne und noch etwas mehr warten kam dann eine Durchsage, dass der Zug 85 bereit sei. Beim Abwarten im Bahnhof bis zur Zugabfahrt hätte ich mir nichts sehnlicher gewünscht als eine Klimaanlage – die Ventilatoren brachten keine Abhilfe gegen die Hitze.
Im Vergleich zu den chinesischen Nachtzügen war der Express-Zug auch in der zweiten Klasse Luxus. Viel weniger Leute, weiche Sitze die dann in die Betten umgebaut wurden, und am auffälligsten: Privatsphäre, jede Koje hat ihren eigenen Vorhang. Dafür waren die Wagen weniger sauber und Viecher kraxelten durch die versteckten Winkel. Die Temperaturen wurden nach dem Öffnen des Fensters und während der Fahrt dann erträglich.
Wo aussteigen war die nächste Frage. Klar, Chumphon, aber welcher Halt ist das? Ich habe mir einen Wecker gestellt um kurz vor der Ankunftszeit aufzuwachen und eine Geofencing-App gefunden. Den Wecker habe ich nicht gebraucht, die Österreicher nebenan waren schon vor mir wieder wach. Der Geo-Alarm hätte funktioniert, aber auch der freundliche Schaffner war darum besorgt dass alle Touris am richtigen Ort aussteigen.
Vom Bahnhof Chumphon ging‘s nach einer guten Stunde warten mit einem Bus zum Hafen und von dort auf die Songserm Express Boat (von wegen Express…). Das Meer war rau und ich machte mir Gedanken ob ich wohl doch besser auf Sandra gehört hätte und mir noch ein paar Seekrankheitspillen hätte holen sollen. Die drei bis vier Meter hohen Wellen, von denen man wohl ein Kentern des Boots hätte erwarten können (der Motor ist immerhin abgesoffen), machten mir aber zum Glück nichts aus.
Auf Koh Tao angekommen bin ich am Pier von der Tauchschule in Empfang genommen worden und konnte mir die Unterkunft ansehen und beziehen.
Tauchen
Mein Open Water Kurs hat dann doch erst am zweiten Tag auf der Insel begonnen und ich konnte einen Tag am Strand und Drinks am Abend geniessen. Der Kurs selbst ging dann sehr schnell vorbei: Am Abend Video gucken, Review-Fragen ausfüllen. Tags darauf ein paar Fragen beantworten, Confined Water Dive mit den Übungen Maske leeren, Second Stage suchen, etc. und dann darauf folgend gleich schon der erste von insgesamt vier Tauchgängen. Am dritten Tag folgten dann am Nachmittag die letzten drei Tauchgänge und ich war ein PADI Open Water Diver! :-)Am Samstag wachte ich im Zimmer auf und mir war schlecht. Das Thermometer zeigte leichtes Fieber und ich blieb fürs erste einfach mal im Bett. Als ich erst am Nachmittag mit höherem Fieber wieder aufwachte, begrub ich meine Pläne eventuell mit den anderen nach Koh Pha-Ngan an die Fullmoon-Party weiterzureisen definitiv und verlängerte erstmal das Hotelzimmer um mich auszukurieren. Ich weiss nicht ob die drei Tauchgänge am Freitag einfach zu viel waren oder ob einer der Säfte verdorben war.
Am Sonntagabend ging’s mir dann auf jeden Fall wieder gut genug, dass ich mich gleich noch für den Advanced Open Water Kurs angemeldet habe. Neben den beiden obligatorischen Tauchgängen „Deep Dive“ und „Underwater Navigation“ haben wir die Skills Night Dive, Computer Diving und Advanced Buoyancy Control durchgeführt.
Beim Night Dive den Plankton grün zu wischen war schon toll, aber sonst fand ich Nachttauchen jetzt nicht soo speziell. Lag vielleicht auch daran, dass ich meinen Buddy immer wieder suchen musste und dabei selber aufpassen musste den Divemaster mit Buddy nicht zu verlieren.
Die Unterwasser-Navigation hat hingegen ziemlich gut geklappt. Wir sollten eine im Voraus festgelegte Route abschwimmen und dabei wieder direkt zum Boot kommen. Hat dann geklappt obwohl unser Boot in der Zwischenzeit den Ankerplatz wechseln musste...
Die letzten beiden Tauchgänge (Deep Diving und Computer Diving) machten wir bei Sail Rock, einem kleinen Felsen mitten im Meer zwischen Koh Tao und Koh Pha-Ngan und angeblich die beste Tauchstelle im Golf von Thailand. Die Sicht war mit ein paar Metern ziemlich schlecht und wir wären beinahe enttäuscht wieder zurück. Doch wir hatten das Glück auf unserer Seite: gut 20 Minuten lang konnten wir mit einem Walhai tauchen!
Bislang war mir nie klar was die Aufregung rund um die Walhai-Sichtungen sollte, aber das hat sich nun geklärt :-)
Koh Pha-Ngan
Nach acht Tagen auf Koh Tao war es endgültig Zeit weiterzuziehen. Ich bin mit der Fähre nach Koh Pha-Ngan und von dort mit dem Sammeltaxi nach Haad Rin. Dieses Mal war es keine Haustürlieferung und ich irrte wegen einer falschen Karte erst etwas in Haad Rin herum bis ich mein Hotel gefunden hatte.Haad Rin ist der Ort an dem die Fullmoon-Partys stattfinden. Diese war ja nun gerade vorbei und der Ort wie ausgestorben. Mit viel Glück war man nicht der einzige Kunde in einem Restaurant. Der Sunrise Beach, der eigentliche Ort der Party, war immerhin mit einigen Badenden und Sonnen (bzw. Krebs-)hungrigen etwas belebter.
Ich bin zwei Nächte in Haad Rin geblieben, habe mein Bungalow mit Hängematte, Klimaanlage und warmer Dusche genossen. Ein erster Ausflug führte mich auf der Insel herum, unter anderem zu zwei bekannten Wasserfällen. Der Erste war aber komplett trocken, der Zweite nur ein Rinnsal. Bei dem häufigen Regen auf Koh Tao hat mich das dann doch überrascht.
Am zweiten Tag habe ich einen Ausflug in den Ang Thong Marine National Park gemacht. Mit Schnorcheln (eigentlich langweilig wenn man mal getaucht ist...), Kajaken und zwei Spaziergängen/Wanderungen zu wunderschönen Aussichtspunkten inkl. Verpflegung war das ein sehr guter Deal.
Zwei weitere Nächte habe ich im weniger Backpacker-lastigen Nordwesten verbracht. Um mir die Taxigebühren (überrissene 100 bis 150 Baht für eine Fahrt) zu sparen, habe ich den Pickup und Drop-off Service der Ang Thong Tour genutzt – am Morgen im einen Hotel abholen lassen und am Abend einfach im nächsten wieder ausladen lassen. :-)
Der Strand war zwar nicht wirklich so toll wie man sich das von einem Paradies vorstellt, aber die Ruhe war einfach nur toll. Nun bin ich auf dem Weg nach Krabi und hoffe das Wetter wird mir wohlgesonnen sein...
From Bangkok to Koh Tao by train and ferry
After intense sightseeing in China, Hong Kong, Macao and Bangkok I was now looking forward to having holidays. Well, it’s been holidays for almost two months now, but living in big cities and getting to see all the important sights was almost like being stressed.Multiple taxis didn’t want to take me from the hostel to the train station, or at least not with the taximeter. A Tuk Tuk however agreed on a reasonable price and I was at the station after only a quarter of the expected time.
At the station the departure displays were out of order and I felt a little disoriented. But as I arrived way to early anyway I just waited for some time. After the mandatory standing up for the national anthem and some more waiting, the loudspeakers announced that train 85 was ready to board. While waiting inside the train for the departure, the thing I had wished the most at this moment was an air con. Then ventilators were of absolutely no help against the beating heat.
Compared to the Chinese sleeper trains, this Thai train was luxury eve n in the second class. Way less people, comfortable big seats that are being converted into the beds, and most apparent: privacy. Each berth has its own curtain to block out the light from the corridor and curious eyes. On the other hand, the car was less clean and bugs were wandering around in the corners. The temperature at least turned out to be okay once the window had been opened and the wind was helping the ventilators.
Where to get off was the next question. Chupmhon, obviously, but which stop is that? I set an alarm clock a couple of minutes before the expected arrival time and found a geofencing-app to set an additional alarm. The alarm clock was superfluous, the Austrians next to me were awake before me. The geofencing alarm would have worked too, but the very friendly conductor was also concerned that every tourist got off.
After waiting an hour at the Chumphon station a bus brought us to the pier for the Songserm Express Boat (Express is just the name...). The sea was rough and I began to wonder if I better had listened to Sandra’s advice to get some seasickness pills. Three to four meter high waves led to believe that the ferry was going to capsize (the motor died twice). But everything went well and my stomach didn't care a bit.
When I finally arrived at the pier on Koh Tao, I was being picked up from my diving school and could have a look at the proposed accommodation, which I accepted.
Diving
We agreed that the Open Water course I booked starts the next day so I could spend some time on the beach and have a drink in the evening. The course itself was straightforward and fast: Watching a video in the evening followed by filling out some review questions. The next day consisted of answering some questions and the confined water dive with exercises like clearing the mask, searching for the second stage regulator, etc. which was almost immediately followed by the first of totally four dives. On the third day in the afternoon I completed all of the remaining three dives and became a PADI certified Open Water Diver! :-)When I woke up Saturday morning, I felt sick. The thermometer showed a slight fever and I decided to skip breakfast and stay in bed. When I woke up again in the afternoon, the fever was worse and I definitely buried all plans to eventually join some other people I meet to go to the full moon party on Koh Pha-Ngan and prolonged my stay in the hotel to have time to rest. I don’t know whether the three dives on Friday just have been a little too much or if one of the juices I had was rotten.
Sunday evening I felt well enough to sign up for the Advanced Open Water course. Besides the two compulsory dives “Deep Dive” and “Underwater Navigation” we chose to do the Night Dive, Computer Diving and Advanced Buoyancy Control.
Waving underwater to make the plankton glow green was amazing, but otherwise I wasn’t too impressed about diving at night. This might have also been caused by my buddy which I had to search repeatedly and having to take care at the same time to not lose our divemaster with his buddy.
The underwater navigation however turned out pretty well. We had to swim a route we defined beforehand and should get back directly to the our boat. While we were underwater, the boat had to move its anchoring point, but we still managed to find and ascend close to it.
The last two dives (Deep Diving and Computer Diving) were at Sail Rock, a little rock in the middle of the ocean between Koh Tao and Koh Pha-Ngan and supposedly the best diving spot in the gulf of Thailand. The visibility was pretty bad and we almost had to leave a little disappointed. But we were very lucky: we could dive almost 20 minutes along a whaleshark!
I could never really understand what the fuzz was all about when friends were talking about whaleshark sightings. Well, now I do :-)
Koh Pha-Ngan
After eight days on Koh Tao it was definitely time to move on. I took the ferry to Koh Pha-Ngan and continued with a shared taxi to Haad Rin. This time it obviously wasn’t a delivery right to the doorstep and because of a wrong map I was kind of pointless walking around in the small village until I finally found the hotel.Haad Rin is the village where the infamous full moon parties are held. Full moon had just passed and the place was deserted. With a great deal of luck one wasn’t the only customer in a restaurant. The sunrise beach, the place of the actual party happening, at least was a little more lively with some swimmers and sun (or cancer) hungry people lying on their towels.
I stayed two nights in Haad Rin and enjoyed my bungalow with hammock, air con and a warm shower. A first excursion brought me across the island and to two well-known waterfalls. The first was completely dried out and the second just a small trickle. After having much rain on Koh Tao I was surprised by this.
The second day I booked a tour to the Ang Thong Marine National Park. With snorkeling (which is actually boring once you’re a diver...), kayaking, two short hikes to really amazing viewpoints and food included a really sweet deal.
I spent two more nights in the less backpackery northwestern part of the island. To save the (way to expensive) taxi fees I used the service of the Ang Thong tour: pick-up at the old hotel in the morning and drop-off at the next hotel in the evening.
The beach where I stayed turned out to be not the one from paradise, but the quietness was just what I needed for the day. Now I’m on the way to Krabi and hope the weather will be as nice as it was the week before...
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