- Es gibt eine Speed-Bumps mehr
- Die braucht’s nicht, weil es (fast) keine Autos gibt
Die vergleichsweise sehr gute Strasse wird deshalb meist von Fussgängern und Velofahrern bevölkert.
Die Reisetage bestanden meist aus früh aufstehen, lange Fahrt, Zelt aufstellen, Kochen und Essen, schlafen, repeat. In Kande Beach, einem kleinen Ort am Lake Malawi, anzukommen und ein zwei Nächte dort zu bleiben war daher toll. Die Option für ein paar Dollar vom Zelt in ein Zimmer mit Bett upzugraden war erst recht höchst willkommen. Noch besser war dann nur noch den Reiseplan zu ändern um eine dritte Nacht zu bleiben anstatt etwas weiter südlich, in der Nähe von Lilongwe, an einem gemäss Guides langweiligeren Campingplatz einen Zwischenstopp einzulegen. Erst recht als sich der verlängerte Reisetag mit Regenwetter präsentierte.
Der Lake Malawi ist mit einer Grösse von ca. 360 x 50km riesig. Vom feinen Sandstrand aus meint man auf ein Meer zu blicken und kann dank dem sehr flachen Ufer bis weit in den See herein stehen. Das klare Wasser dient für die anliegenden Dörfer als Quelle für Trinkwasser, zum Teil direkt, zum Teil über von westlicher Entwicklungshilfe gebauten Grundwasserpumpen.
Am zweiten Tag habe ich an einem von einem Dorfbewohner durchgeführten Spaziergang durch die Ortschaft Kande Beach teilgenommen. Einmal eine aus Lehmziegeln gebaute Hütte von innen zu sehen und vor allem die gegenüber aussen angenehme Temperatur zu fühlen, war schon spannend. Im Dorf wurde uns noch die Schule und das medizinische Zentrum gezeigt. In der Schule werden gut 1500 Schüler von zwölf Lehrern unterrichtet – macht also 125 bis 150 Schüler pro Klasse. Und das in Schulräumen die kaum grösser sind als das was wir aus der Schweiz kennen. Die Einrichtung und Bücher etc. stammen fast ausschliesslich aus Spenden aus englischsprachigen Ländern. Die Lehrpläne scheinen von Volunteers erstellt worden zu sein und den Daten aus 2008 nach sind die offenbar so Wertvoll, dass die Wandtafel nicht mehr geputzt wird…
Das medizinische Zentrum ist eine Raum mit ca. zwölf dreckigen, mit Moskitonetzen ausgestatteten Betten. Für rund 17‘000 Personen ist es die erste Anlaufstelle für Krankheiten und zuständig für Geburten (die Geburt zu Hause ist verboten – die Strafe bei Missachtung beträgt 10$).
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