Dienstag, 24. September 2013

Arusha, Ngorogoro-Krater und Serengeti

Arusha

Mit einer kurzen Taxifahrt von meinem Hotel zum Hotel Boulevard, dem Treffpunkt der Tour, begann der erste Tag in Richtung Kapstadt. Ich hatte ein anderes Hotel gewählt, da die TripAdvisor-Bewertungen vom Hotel Boulevard eher schlecht waren und mir das Panafric von einem Globetrotter-Mitarbeiter empfohlen wurde der kurz zuvor dort war. Nach einem kurzen Augenschein vor Ort war das eine gute Entscheidung, die vor allem auch preislich keinen Unterschied machte.

Nach dem Ausfüllen diverser Formulare ging die Fahrt in Richtung Arusha, Tansania los. Unterwegs gab’s noch ein paar Erklärungen auf dem sonst bis zur Grenz eher ereignislosen Fahrt.

Am Namanga Border Post, dem Grenzübertritt von Kenia nach Tansania, mussten bei der Ausreise wieder die üblichen Formulare mit allen möglichen sinnfreien Fragen ausgefüllt werden und die Fingerabdrücke abgegeben werden. Die gleichen Fragen auf einem anderen Formular ein paar Meter Sand und Dreck weiter noch einmal für Tansania. Wer allerdings mit einem fremden Pass einreisen möchte, kann das problemlos tun: einfach mit einer Gruppe reisen, dem  Guide den Pass mit 50$ und Visum-Formular geben, fünf Minuten warten und durchmarschieren. Ob das nun die Personen sind, deren Pass kontrolliert worden ist, interessiert niemand. Geht wohl eher nach dem Motto, Hauptsache die 50$ sind angekommen...

Leider keine Bilder, knipsen dort ist verboten. Wer’s trotzdem sehen will findet im Internet trotzdem genug unter dem Stichwort Namanga Border Post. Mit der grossen Spiegelreflex herumzulaufen wäre einfach zu auffällig gewesen.

In der Nähe von Arusha war unser erster Campingplatz Mas Snake Farm. Zum Campingplatz gehört eine gemütliche Bar und ein kleiner Zoo mit Schlangen und sonst noch ein paar krokodilähnlichen Reptilien.

Ngorongoro-Krater und Serengeti

Am Morgen wurden wir von vier Safari-4x4 abgeholt und sind auf einer Passtrasse zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Ngorongoro-Krater gefahren.

Vom Aussichtspunkt ging’s weiter in Richtung Serengeti-Nationalpark. Das Mittagessen mussten wir in der Deckung von Bäumen einnehmen. Das half zwar auch gegen die heisse Sonne, aber der Hauptgrund waren die ziemlich frechen Kites: sobald etwas essbares sichtbar war, kamen sie im Sturzflug herunter und versuchten es aus der Hand zu reissen. Bei einer anderen, etwas weniger vorsichtigen, Gruppe war einer dann schliesslich erfolgreich und konnte ein Sandwich erbeuten. Daran erfreut haben sich allerdings zwei überdimensionierte Krähen.

Am Nachmittag und dem folgenden Tag waren Game-Drives im Serengeti-Nationalpark angesagt. Das ist eigentlich Rally-Fahren auf Staubpisten, mit gelegentlichen Pausen um die Fauna zu beobachten. Die meistens eher karge, wüstenähnliche Landschaft war gespickt mit Giraffen, Büffeln, Löwen, Hyänen, Hippos, Zebras, Affen, Elephanten und – nur sehr selten zu Gesicht zu bekommen – Leoparden. Für die Big 5 fehlt somit nur noch das Rhinozeros, das sich in der Serengeti einfach zu gut versteckt hat. Es bleiben aber ja noch ein paar Tage mit anderen Nationalparks übrig.

Die Landschaft wechselte immer wieder zwischen schwarzer Erde, vertrocknetem Gras, vertrocknetem Gras mit dürren Bäumen und in der Nähe von Flüssen Palmenlandschaften. Erstaunlich wie sich die Tiere dort ihre Nahrung verschaffen. Für die Fleischfresser ist auf jeden Fall genug da: Gazellen und Antilopen so gut wie überall.

Bilder

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