Ottawa stand eigentlich gar nicht auf dem Reiseplan, aber da meine Gastfamilie übers Wochenende einen kleinen Ausflug zu Verwandten machte (ist ja mit fünf Stunden gleich um die Ecke) und mich einluden, konnte ich auch Kanadas Hauptstadt noch ein wenig besichtigen. Um wenigstens ein bisschen Danke sagen zu können, habe ich versucht Rösti zu kochen. Mit fremden (klebenden) Pfannen allerdings gar nicht so einfach, aber immerhin hat's nach Rösti ausgesehen und alle waren begeistert.
Insgesamt ist Ottawa ein ganz nettes Städtchen, dem man die Grösse von doch immerhin einer knappen Million Einwohner mindestens im Zentrum nicht wirklich anmerkt. Obwohl es in der eigentlich nur englischsprachigen Provinz Ontario liegt, ist in der Hauptstadt, wie in Nouveau Brunswick, alles zweisprachig angeschrieben. Bei der kostenlosen Führung durch das Parlament stellte ich mir daher wieder einmal die Frage warum viele Québecer Kanada so ablehnend gegenüberstehen. Wie dort alles zweisprachig gehandhabt wird, übertrifft vermutlich die Anstrengungen in der Schweiz. Als Aussenstehender wird man das wohl auch nie wirklich begreifen können.
Um die vielen angeblich tollen Museen zu besichtigen hatte ich leider zu wenig Zeit, daher blieb es bei einem Spaziergang durch die Stadt, einem kurzen Besuch des Geldmuseums (die Schweiz ist mit einer alten 100 Fr. Note auch vertreten) und einer kleinen Führung von Jasmin durch das ehemalige Gefängnis, das heute das HI Hostel ist.
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