In Montréal war ich eigentlich zwei mal: Am Samstag auf der Durchreise nach Toronto und von Dienstagabend bis Freitag. Angereist sind wir zu fünft mit dem Zug von Québec aus - ein Erlebnis für sich. Mindestens eine halbe Stunde vorher am Bahnhof sein, obligatorisches Check-In für grosse Gepäckstücke, ein Schaffner der einem beim Einsteigen den Sitzplatz zeigt und dann erklärt wie im Falle des Falls die Fenster eingeschlagen werden müssen. Mit Hochgeschwindigkeit gings dann zum ersten Zwischenhalt, noch auf dem Stadtgebiet von Québec. Hochgeschwindigkeit will heissen, mit dem Velo hab ich die Strecke schon ein paar Mal deutlich schneller abgefahren...
Am Bahnhof in Montréal kommt das Gepäck dann Flughafen-like übers Gepäckband an. Als routinierte Zugfahrer aus der Schweiz haben wir uns köstlich amüsiert. Die Zeit bis zur Weiterfahrt nach Toronto habe ich mit etwas Sightseeing rund um den alten Hafen herum und einem Mittagessen verbracht.
Der Mittwoch war dann wegen der über den Tag verstreuten DELF-Prüfung nicht wirklich nutzbar. Am Abend haben wir uns noch Skyfall im Kino angesehen. Freie Sitzplatzwahl ist nicht unbedingt etwas das ich mir wünschen würde, aber immerhin haben wir doch noch relativ gute Plätze erwischt. Nach den Kritiken die den Film in den Himmel loben, habe ich mir eigentlich etwas mehr erwartet. Und war es denn nun unbedingt nötig, dass auch noch die letzte konstante Besetzung der letzten sieben Filme sterben muss?
Am Donnerstag und Freitagmorgen stand nochmal Sighseeing auf dem Programm: Die Aussicht vom Mont Royal auf die Stadt geniessen, viel zu fette Eichhörnchen necken, das verlotternde Olympiastadium mit dem bedingt spannenden schiefen Turm, der sonst sicher zu empfehlende, aber zu dieser Jahreszeit nicht wirklich spannende botanische Garten sowie die Île Notre-Dame mit der Formel 1-Rennstrecke und dem Casino von Montréal. Apropos Formel 1: wusste gar nicht, dass es da ausserhalb der Boxengasse Tempolimiten gibt (siehe Bilder) :-)

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