Kuching
Ausser dem fast obligatorischen Ausflug ins Semenggoh Nature Reserve (ein Rehabilitationszentrum für Orang Utans) habe ich noch Sandras Empfehlung für eine Kajak-Tour befolgt (wirklich sehr empfehlenswert) und bin für einen Tagestrip in den Bako-Nationalpark.
Im Gegensatz zu den anderen Nationalparks und zuvor besuchten Regionen wechselt sich die Vegetation im Bako-Nationalpark entlang den Wegen immer wieder ab. Mal feuchter Dschungel wie im Taman Negarah, dann eine karge Steinlandschaft mit ein paar Sträuchern (wie z.B. entlang des Cabbot Trails in Kanada), gefolgt von einem lichten Wald. Das Wetter hat am Vormittag meines Besuchs leider nicht mitgespielt und ich bin verregnet geworden. Das hatte immerhin den Vorteil, dass ich die Wege für mich alleine hatte – all die anderen Touristen blieben im miserablen Café und drehten Däumchen. Ich war schlussendlich froh, dass alle Unterkünfte im Park ausgebucht waren und ich nur einen Tagestrip gemacht hatte – einige der Wege waren für Wartungsarbeiten geschlossen und ich hätte (ausser einem geführten Nightwalk) nicht gewusst, was ich dort noch länger hätte machen sollen.
Mulu Nationalpark
Der Mulu Nationalpark ist über Land und Wasser nur sehr schwierig zu erreichen, entsprechend sind Flüge mit den ATR-72 zum gar nicht so kleinen Flughafen des Parks die einzige valable Option.Trotz Vorwarnung, dass einige Touren im Park wohl ausgebucht sein könnten, bin ich einfach im Park aufgekreuzt. Die freundlichen Mitarbeiter vom Park HQ haben mir passend zu den noch verfügbaren Plätzen ein Programm zusammengestellt. So konnte ich doch an allen gewünschten Touren teilnehmen. Die mehrtätigen Wanderungen wären für einen künftigen Besuch sicher noch spannend, angeblich sind diese anstrengender als die Besteigung des Mount Kinabalu...
Die riesigen Höhlensysteme des Parks sind sehr eindrücklich. Teilweise sind diese als Showcave ausgebaut, d.h. mit Stegen und Beleuchtung zugänglich gemacht, andere nur mit einem Trampelpfad und der grösste Teil zum Glück noch vollständig natürlich belassen. Ein paar der natürlich belassenen können als Advanced Caving Tour durch Enge Löcher und Spalten und mit Kletterutensilien begangen werden – sicher spannend, aber ich hatte keine Zeit mehr das ins Auge zu fassen.
Highlight des Besuchs war aber der Batexodus: fast jeden Abend verlassen die Millionen in den Höhlen lebenden Fledermäuse ihre Ruhestätte und starten in riesigen Schwärmen in die Nacht auf Insektenjagd.
Kota Kinabalu
| Sonnenuntergang |
In Kota Kinabalu gibt es eigentlich nicht viel zu tun oder gar zu sehen, es hat mir als Zwischenstation für den Zugang zum Mount Kinabalu und letzten Besorgungen (Handschuhe, Snacks) gedient. Um die Zeit totzuschlagen habe ich mir im Kino Lucy angesehen und bin Tauchen gegangen.
Die drei Tauchgänge mit Divedownbelow im Nationalpark rund um Pulau Gaya vor Kota Kinabalu waren überraschend gut: zwar eher wenig Fische, dafür aber viele äussert bunte Korallen bei bester Sicht und angenehmen Temperaturen.
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