Mittwoch, 3. Oktober 2012

Cape Breton Island, Cabot Trail

Von Wood Islands auf Prince Edward Island habe ich mich mit der Fähre nach Pictou in Nova Scotia begeben. Preislich eigentlich genau falsch herum, denn bezahlen muss man nur um Prince Edward Island zu verlassen - und die Maut der Confederation Bridge ist wesentlich günstiger als die Fähre.

Erstes Ziel war dann das Bear on the Lake Hostel auf Cape Breton Island. Eigentlich wollte ich dort nur eine Nacht bleiben um mich dann gleich auf den Cabot Trail zu stürzen. Da aber Regenwetter gemeldet war, bin ich doch gleich zwei Nächte geblieben und habe dann mit einer paar anderen Gästen während den nicht-regen-Perioden des Montags ein paar Hiking-Trails in der näheren Umgebung des Hostels sowie das Alexander Graham Bell Museum besucht.
Das hochgelobte Museum hat mich insgesamt etwas enttäuscht. Die Exponate und Erklärungstafeln waren zwar alle gut gemacht und durchaus interessant, aber irgendwie fehlte etwas. Später habe ich erfahren, dass es dort früher die Demonstration eines alten Telefons inklusive der Schalttafel mit den steckbaren Kabeln gab. Das ist wohl wegen Sparmassnahmen von Parks Kanada in der Versenkung verschwunden.

Am Dienstag bin ich dann in Richtung Cabot Trail aufgebrochen, der wohl berühmtesten Strasse von Nova Scotia. Sie führt mehr oder weniger der Küste entlang rund um Cape Breton Island (der nordöstliche Teil von Nova Scotia), einen Teil davon durch den Cape Breton Highlands National Park. Ich habe die Tour auf der Westseite begonnen, was sich im Nachhinein wettertechnisch als die falsche Wahl herausstellte: Wolken, beinahe Regen und im Osten an der anderen Küste Sonne. Für die Wanderungen im Nationalpark war es so allerdings noch ganz angenehm.
Die Strasse selbst ist nun mal eben eine Strasse, aber bietet meistens spektakuläre Aussichten und alle paar Meter eine Bucht um anzuhalten und Fotos zu knipsen. Die ganze Strecke ist etwa 300km lang, zusammen mit den Wanderungen zu viel für einen Tag. Das Hostel in Pleasant Bay, ungefähr in der Mitte der Strecke, war daher der ideale Punkt um Pause zu machen und den restlichen Teil zurück zum Bear on the Lake Hostel am Mittwoch fortzusetzen - bei endlich ebenfalls schönem Wetter.


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